Die Praxis ist seit 2008 als regionales MS-Zentrum zertifiziert. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche, immunvermittelte Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die MS kann zu vielfältigen Symptomen führen wie z.B. Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmungen und Schmerzen. Für die Diagnose der Multiplen Sklerose führen wir neben der neurologischen Untersuchung auch die Untersuchung des Nervenwassers (Lumbalpunktion), evozierte Potenziale (VEP, SEP) und die Magnetresonanztomographie (MRT) – letztere Untersuchung in Zusammenarbeit mit Röntgen-Praxen – durch.
Für jede(n) Patient:in entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept. Akute MS-Schübe behandeln wir mit einer Cortison-Stoß-Therapie. Die Erkrankung erfordert in den meisten Fälle eine langfristige immunmodulierende medikamentöse Therapie. Es stehen mittlerweile eine Vielzahl an Medikamenten zur Verfügung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Einnahme, zum Beispiel die Tablette, sowie wie mittels Injektionen (Spritze) oder wiederholten Infusionen. Welches Medikament für Sie das passende ist, finden wir individuell gemeinsam mit Ihnen heraus.
Wir arbeiten eng mit der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.) und dem MS-Netz Hamburg zusammen und sind Mitglied der Ärzte-AG des MS-Netzes Hamburg. Neben der medikamentösen Therapie ist die Physiotherapie ein weiterer wichtiger therapeutischer Baustein bei der Behandlung an MS erkrankter Patient:innen. Als besonderer Service der Praxis steht eine Mitarbeiterin als MS-Nurse zur Verfügung.
Sie sind an einer MS erkrankt oder es besteht der Verdacht, vereinbaren Sie einen
Termin
, wir beraten Sie gerne.
Die Parkinson-Erkrankung ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns und tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf. Bei der Parkinson-Erkrankung führt eine unzureichende Ausschüttung des körpereigenen Botenstoffes Dopamin in einem Teil des Gehirns zu Störungen im Bewegungsablauf. Zu den häufigsten Symptomen zählen Muskelsteifigkeit (Rigor), Zittern (Tremor), Bewegungsarmut (Hypokinese). Aber auch andere Beschwerden wie Riechstörungen (Anomie), Verstopfung (Obstipation), Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind häufig. Auch Gedächtnisstörungen können im weiteren Erkrankungsverlauf auftreten.
Neben der klassischen Parkinsonkrankheit gibt es atypische Parkinsonsyndrome. Die Erkrankungen sind selten, aber es ist notwendig sie von der klassischen Parkinson-Erkrankung abzugrenzen, da sie einer besonderen Behandlung bedürfen.
Die Untersuchung umfasst die klinische neurologische und psychiatrische Untersuchung, die funktionelle und kognitive Testdiagnostik, zusätzliche bildgebende Verfahren und nach Bedarf einen DAT-Scan.
Die Behandlung umfasst eine individuelle medikamentöse Therapie und physiotherapeutische Übungsbehandlungen.
Sie sind an einem Parkinsonsyndrom erkrankt oder es besteht der Verdacht? Vereinbaren Sie einen
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Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Die Definition Epilepsie beinhaltet eine Störung des Gehirns mit einer dauerhaften Neigung zur Entwicklung epileptischer Anfälle.
Diese können nur einen Teil des Gehirns (fokal) oder das gesamte Gehirn (generalisiert) betreffen. Epileptische Anfälle können z.B. ausgelöst werden durch eine erworbene Hirnerkrankung (symptomatische Anfälle) oder eine genetische Veranlagung (idiopathische Anfälle). Daneben gibt es Fälle, in denen die Ursache unklar bleibt. An einer Epilepsie kann man in jedem Lebensalter erkranken. Es gibt unterschiedliche Anfallsformen, aus denen sich die Behandlung ableiten lässt. Zur Behandlung der Epilepsien stehen eine Vielzahl von Medikamenten unterschiedlicher Wirkstoffe zur Verfügung. Das Ziel der Therapie ist Anfallsfreiheit. Meist handelt es sich um eine Langzeittherapie.
Bei der Untersuchung auf Epilepsie kommt neben der Anamnese zur Art des Anfalls, sowie Vorerkrankungen vor allem die Elektroenzephalografie
EEG zum Einsatz.
Schwindel ist ein sehr häufiges von Patient:innen bemerktes und beklagtes Symptom. Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens einen „Schwindel“. Dieser Ausdruck wird häufig für verschiedene Wahrnehmungen genutzt; von Unwohlsein bis hin zu einer Gangunsicherheit. So vielfältig wie die Beschwerden, welche als „Schwindel“ bezeichnet werden, sind die Ursachen.
Daher kommt der gezielten Befragung über die Art und Dauer, sowie das Auftreten des Schwindels, weiteren Begleiterkrankungen und -symptomen und der Erhebung der Dauermedikation eine große Bedeutung zu. Anschließend folgt in der Regel eine klinisch
neurologische Untersuchung, ggf. ergänzt von speziellen Untersuchungen, wie zum Beispiel die
Duplexsonographie, MRT oder
elektropyhsiologische Diagnostik.
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden überhaupt. Nahezu jeder Mensch erlebt sie im Laufe seines Lebens, viele Betroffene leiden wiederholt oder chronisch darunter. Kopfschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben.
Die Diagnostik und Behandlung aller Kopfschmerzformen erfolgen individuell und nach aktuellen medizinischen Leitlinien. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und eine auf Sie abgestimmte, wirksame Therapie einzuleiten.
In unserer Praxis behandeln wir insbesondere folgende Kopfschmerzformen:
Spannungskopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen äußern sich meist als dumpf-drückender oder ziehender Schmerz, der häufig beidseitig auftritt. Sie stehen oft im Zusammenhang mit Stress, Muskelverspannungen, Fehlhaltungen oder langanhaltender Belastung.
Diese Kopfschmerzen können episodisch auftreten oder chronisch bestehen. Die Schmerzen sind in der Regel leicht bis mittelschwer, verstärken sich meist nicht bei körperlicher Aktivität und können wenige Minuten bis mehrere Tage anhalten.
Migräne
Migräne ist gekennzeichnet durch anfallsartige, meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen, die häufig plötzlich einsetzen. Begleitend treten oft Übelkeit, Erbrechen sowie eine ausgeprägte Licht- und Geräuschempfindlichkeit auf.
Bei einem Teil der Betroffenen kommt es zusätzlich zu einer sogenannten Aura. Diese kann sich durch visuelle Störungen, Gefühlsstörungen, motorische Ausfälle oder seltener auch Sprachstörungen äußern. Eine Migräneattacke kann mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen andauern.
Clusterkopfschmerzen
Clusterkopfschmerzen sind eine seltene, aber besonders belastende Kopfschmerzform. Sie äußern sich durch extrem starke, streng einseitige Schmerzattacken, meist im Bereich von Auge oder Schläfe. Der Schmerz wird häufig als bohrend, reißend oder brennend beschrieben.
Typischerweise treten täglich mehrere Attacken auf. Die Attackendauer ist variabel, zumeist über Minuten andauernd. Begleitsymptome sind unter anderem ein gerötetes und tränendes Auge, eine verstopfte oder laufende Nase sowie eine ausgeprägte psychomotorische Unruhe.
Eine Gangunsicherheit kann viele verschiedene Ursachen haben. Sie tritt im Alter häufiger auf. Es können Gelenkbeschwerden, Angst, Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Störungen der Sensibilität und noch vieles mehr eine Ursache sein. Auch die Einnahme mancher Medikamente kann als Nebenwirkung zu einer Gangunsicherheit führen.
Zu Klärung der Ursache und Behandlung ist daher die Kenntnis der Krankengeschichte und die Erhebung der Dauermedikation essentiell. Eine klinisch- neurologische Untersuchung ist notwendig zur weiteren Differenzierung der Ursache. Weitere Diagnostik wie beispielsweise eine
Duplexsonographie, eine MRT oder
elektropyhsiologische Diagnostik können sich anschließen.
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und ist häufig multimodal.
Die häufigsten Nervenengpasssyndrome sind das Karpaltunnelsyndrom (KTS, Bedrängung eines Handnervs am Handgelenk), das Ulnarisrinnen-Syndrom (URS, Bedrängung des Ellennervs an dem Ellenbogen) sowie das sogenannte Peroneussyndrom (Bedrängung eines Unterschenkelnervens am Wadenbeinköpfchen).
Die Engpasssyndrome führen zu typischen Ausfallerscheinungen und Störungen von Gefühl und Kraft. Die Diagnose erfolgt durch die neurologische Untersuchung sowie ergänzend durch neuropyhsiologische Untersuchungen (
ENG und
EMG). Diese Untersuchungen sind notwendig, um das Ausmaß der Schädigung festzustellen und andere Erkrankungen auszuschließen. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Nervenschädigung kann eine konservative oder operative Therapie eingeleitet werden (vor allem beim KTS).
Sie kennen solche Beschwerden oder es besteht bereits der Verdacht auf ein Engpasssyndrom? Vereinbaren Sie einen
Termin, wir beraten Sie gerne.
In Deutschland leiden >1 Million Menschen an einer Demenz. Der Begriff umfasst verschiedene Krankheitsbilder: Gemein ist allen demenziellen Erkrankungen der geistige Abbau. Die häufigste und bekannteste Ausprägung ist die Alzheimer-Erkrankung.
Die Betroffenen sind in ihrem Alltag mitunter erheblich eingeschränkt: Das Gedächtnis lässt nach, Denk- und Urteilsvermögen nehmen ab, hinzu kommen auch Orientierungsschwierigkeiten. Bei vielen Betroffenen kommt es zudem zu Sprachproblemen, Stimmungsschwankungen und Persönlichkeitsveränderungen.
Bei Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung führen wir ausführliche Untersuchungen durch (
EEG,
Neuropsychologische Testung,
Duplexsonographie). Sofern bei Ihnen eine demenzielle Erkrankung festgestellt wird, ist es besonders wichtig, die Form der Demenz abzuklären, um - wenn möglich - eine entsprechende Therapie einzuleiten. Wenn medizinisch indiziert führen wir in unserer Praxis eine
Lumbalpunktion mit Bestimmung der Demenzmarker durch.
Auch wenn Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer nicht geheilt werden können, so trägt eine medikamentöse Therapie dazu bei, das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Ebenso kann der Verlauf weiterer demenzieller Erkrankungen durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie positiv beeinflusst werden. Ziel ist es, dass die geistigen Fähigkeiten des Betroffenen gefördert und die Lebensqualität bestmöglich erhalten bleiben.
Das Restless-legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) ist gekennzeichnet durch eine Beinunruhe, vor allem im Liegen mit nächtlicher Betonung, die sich nach Bewegung deutlich bessert. Es kann aber auch zu anderen Missempfindungen, wie kribbeln, jucken und Schmerzen führen. Teilweise ist der Nachtschlaf erheblich gestört. Nach einer ausführlichen Diagnostik, ggf. mit
Messung der Nervenfunktionen, lässt sich die Diagnose stellen. Die Behandlung erfolgt häufig mittels Medikamente, die die Beinunruhe aber auch in der Folge den Nachtschlaf verbessern sollen. Eine eventuelle Anpassung oder Neueinstellung der Medikamente kann im weiteren Verlauf erforderlich sein.